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Lernen von den Alten

2013.10.18. 18:30 Német hatékonyan

Anita Roddick: Die Frau, die aus Bananen Shampoo macht.

Vor 26 Jahren gründete Anita Roddick, 57, die Kosmetikkette "The Body Shop". Inzwischen gibt es 1730 Filialen in 49 Ländern. Doch Roddick will nicht nur duftende Cremes verkaufen, sondern damit auch die Welt verbessern.

Kann man gute Geschäfte machen und trotzdem moralisch handeln?
Ich persönlich könnte das eine nicht ohne das andere machen. Unternehmen, die nur an die Maximierung von Profit glauben, handeln nicht nur moralisch falsch, sondern schaden letztlich auch ihrem Geschäft. Denn die ganze Welt rebelliert - dank der immer besseren Informationsmöglichkeiten - gegen Skandale aus Profitgier. Man muss sich nur an die Zielscheiben vergangener Proteste erinnern: Brent Spar, Produkte aus Kinderarbeit oder genmanipulierte Nahrung.

Nützt es denn, gewisse Produkte zu boykottieren?
Aber ja doch! Boykott ist eine sehr wichtige Form des Aktivismus. Und ich kann Ihnen sagen, dass Unternehmen einen ziemlichen Horror davor haben. Kunden besitzen sehr, sehr viel Macht. Und mit einem Boykott können sie den Firmenumsatz reduzieren - bis hin zum Bankrott. Der stete Boykott von Kosmetik-Produkten, die an Tieren getestet wurden, hat in Großbritannien außerdem bewirkt, dass das Gesetz über Tierversuche geändert wurde. Im Übrigen finde ich aber, dass sich die Geschäftswelt heutzutage von allein zu ihrer moralischen Verantwortung bekennen sollte. Denn sie hat sehr viel Einfluss - mehr als die Kirchen, ja selbst als die Regierungen. Und deshalb eine große Verantwortung.

Die Welt verbessern - stand das am Anfang Ihrer Geschäftsidee?
Nein, sondern schlicht der Wille zum Überleben. Mein Mann Gordon wollte sich einen Lebenstraum erfüllen und auf einem Pferd quer durch Südamerika reiten. Ich zog es vor, mit den Kindern daheim zu bleiben, und so kam es, dass ich uns alleine versorgen musste. Ich wollte zu meinen eigenen Bedingungen Geld verdienen, ohne mich verkaufen zu müssen. Die beste Möglichkeit dafür schien mir, ein Geschäft aufzumachen, obwohl ich keine große Ahnung von Betriebswirtschaft hatte.

Wovon hatten Sie denn Ahnung?
Meine beste Ausbildung war es zu reisen: Ich bin drei Jahre lang quer durch die Welt gefahren und habe mit Ureinwohnern gelebt. Dort hörte ich viele schöne Geschichten über den Körper und seine Pflege - wie man die Haare wäscht ohne herkömmliches Shampoo, oder wie man mit bestimmten Pflanzen seine Haut am schönsten zum Strahlen bringt. Da hatte ich die Idee, dieses Wissen für eine neue Kosmetiklinie zu benutzen.

Was empfehlen Sie Leuten, die ein Geschäft aufmachen wollen?
Sie müssen wissen, dass man als Unternehmer viel mit einem Verrückten gemeinsam hat: Man sieht Dinge, Visionen, die sonst niemand sieht. Das ist die Grundlage. Es ist außerdem ganz wichtig zu betonen, was dich besonders macht. Dem Bodyshop hat es sehr geholfen, diese Unterschiede als gute Verkaufsargumente buchstäblich vom Dach herunter zu rufen: "Recycling!" und "Keine Tierversuche!".

Was macht eine gute Geschäftsfrau aus?
Sie bringt ihren Humor mit ins Geschäft. Und wir Frauen haben erreicht, dass sich die Geschäftssprache geändert hat. Inzwischen benützen sogar Männer in grauen Nadelstreifen-Anzügen Begriffe, die eher feminin sind: "Instinkt", zum Beispiel, oder "Intuition".

Erfolg gibt es nicht umsonst. Welchen Preis mussten Sie zahlen?
Meine Familie würde jetzt sagen, dass wir nicht viel Freizeit zusammen verbringen, weil ich immer unterwegs bin. Letztlich bestimmen wir selbst durch unsere Entscheidungen, welchen Preis - sei er finanziell, moralisch oder emotional - wir zahlen wollen. Ich bereue wenig. Das mag daran liegen, dass ich keinen Unterschied zwischen Stress und Enthusiasmus kenne. Ich stehe hinter meiner Entscheidung, keine Hausfrau zu sein. Ich sage mir immer: Du hast nur ein Leben, betrachte es nicht als Generalprobe.

Eine letzte Frage an Sie als Expertin: Was ist Schönheit?
Lebendigkeit, Freude, Wissbegierde, das alles macht Menschen schön. Also nichts Äußerliches wie blaue Augen. Schönheit zeigt sich in kleinen Augenblicken. Wenn zum Beispiel jemand seinen Arm um die Schulter eines Freundes legt oder ein Kind seiner Mutter über die Wange streichelt. Solche Gesten sind tausend Mal schöner als Kate Moss. Mitgefühl und Fürsorge - das ist für mich Schönheit.

Text: Birgit Ackermann

Quelle: http://www.goethe.de/z/jetzt/dejzus80/dejzus80.htm

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Címkék: Thema-Geschäft

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